SCHULPROGRAMM 2010

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Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
  2. Leitbild
  3. Das Apostelgymnasium – ein Gymnasium mit Tradition
  4. Das Apostelgymnasium – eine überschaubare, offene, kommunikative und sozial engagierte Schule
  5. Schwerpunkte unserer inhaltlichen Arbeit
    1. Pflege alter und moderner Sprachen
    2. Musisch-künstlerische und religiös-philosophische Bildung
    3. Naturwissenschaften, Technik und moderne Datenverarbeitung
    4. Sportliche Förderung
  6. Fördern und Fordern durch besondere Angebote
  7. Die pädagogische und inhaltliche Arbeit in den einzelnen Stufen
    1. Unsere Erprobungsstufe (Klassen 5 und 6)
    2. Unsere Mittelstufe (Klassen 7 bis 9)
    3. Unsere Oberstufe
  8. Beratung, Fortbildung, Ausbildung und Weiterentwicklung
  9. Unser Schulgebäude im Stadtteil Lindenthal – modern ausgestattet, mit Stil und unter Denkmalschutz
  10. Arbeitsschwerpunkte
  11. Evaluation
  12. Kontakt
  13. Anlagen


Vorwort zur 3. Fassung im Mai 2010

Im Oktober 2010 begehen wir unsere 150-Jahrfeier: Zeit für eine Revision und Neuorientierung. Gegenüber der Erstfassung von 2002 und der Überarbeitung von 2005 konnte die Schule in wesentlichen Punkten weiterentwickelt werden: Nicht nur die Baumaßnahmen mit einem neuen Schulgebäude, einer großen Spielhalle und neu gestalteten Außenanlagen gehen der Vollendung entgegen, auch die innere Entwicklung unterliegt einem steten Wandel. Zum Schuljahr 2010/2011 werden voraussichtlich mehr als 12 neue Kolleginnen und Kollegen ihre Arbeit bei uns aufnehmen. Ihre Einarbeitung und die Nutzung ihrer Ideen bedürfen einer hohen Aufmerksamkeit. Unser neues Sozialkonzept, eine erweiterte Übermittag-Betreuung und eine veränderte Hausordnung müssen erprobt und ausgewertet werden. Unsere Oberstufe besteht in den kommenden drei Jahren aus vier Jahrgangsstufen mit neuen Rahmenbedingungen und einem neuen Organisationsgefüge. Unsere Aufgabe als Leitschule im Verbund Sportbetonte Schulen und die Neuerrichtung des Sportinternates erfordern zusätzliche Koordinierungsaufgaben.

Weitere Schwerpunkte liegen im Austausch über den Umgang mit erzieherischen Herausforderungen, in der Unterrichtsentwicklung, in der neuen Bewertung und Ausrichtung unserer Sprachenfolge sowie in der Gebäudegestaltung und der Planung eines weiteren Schulgebäudes, für das zurzeit eine Machbarkeitsstudie erarbeitet wird.

So ist das Apostelgymnasium dank des Engagements der Lehrkräfte, der Eltern, der Schülerinnen und Schüler, des Fördervereins, des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds und der Stadt auf einem guten Weg in die Zukunft.

Dr. Klaus Zimmermann
(Schulleiter)


I. Leitbild

„Apostelgymnasium - das Gymnasium mit Tradition seit 1860: zukunftsorientiert, überschaubar, leistungsstark“, so heißt es in dem Leitbild unserer Schule, das die Schulkonferenz im Jahr 2000 entwickelt und verabschiedet hat.

Das heißt:

Wir – Lehrer/innen, Schüler/innen, Eltern – fördern
  • die Tradition durch humanistische und musisch-künstlerische Persönlichkeitsbildung
  • eine überschaubare Lehr- und Lernatmosphäre durch eine offene und transparente Kommunikationsstruktur, in der Toleranz und soziale Kompetenz wachsen
  • eine zukunftsorientierte Bildung mit Hilfe moderner Unterrichtsmethoden, durch Arbeiten mit neuen Medien, mit wissenschaftsorientierten Unterrichtsinhalten, durch Öffnung internationaler Horizonte
  • eine leistungsstarke, niveauvolle Schule durch Lerndisziplin, durch eine gute Ausstattung, durch Anerkennung von Leistung, durch eine gute Vorbereitung auf Studium und Beruf, durch die Ermöglichung einer dualen Karriere in Schule und Leistungssport
Wir – Lehrer/innen, Schüler/innen, Eltern – setzen uns dafür ein, dass alle Aspekte des Leitbildes verwirklicht werden.


II. Das Apostelgymnasium - ein Gymnasium mit Tradition

1860 wurde das Apostelgymnasium als drittes Kölner Gymnasium unter dem Namen „Katholisches Gymnasium an der Apostelkirche“ gegründet. 1961 bezog die Schule ihr neues Gebäude im Kölner Stadtteil Lindenthal. Die Höhen und Tiefen seiner Geschichte (s. Anlage Geschichte) und die vielen berühmten und einflussreichen Persönlichkeiten, die am Apostelgymnasium gelehrt und gelernt haben (u. a. Konrad Adenauer), sind uns Verpflichtung und Herausforderung. Die Spurensuche im Unterricht sowie Ausstellungen, Exkursionen, Feste, Projekte und Schulgottesdienste in der Apostelkirche dienen der Pflege unserer eigenen Tradition und der Auseinandersetzung mit ihr. Viele Ehemalige, die sich als „Altapostolaner“ verstehen, halten einen engen Kontakt zu „ihrer“ Schule und unterstützen unsere Arbeit auf vielfältige Weise.

Unsere Ziele sind eine umfassende Bildung und eine solide Ausbildung auf der Basis unserer Geschichte, unter den Herausforderungen der Gegenwart und mit Blick auf die Zukunft, die unsere Schüler/innen einmal mitgestalten werden.


III. Das Apostelgymnasium - eine überschaubare, offene, kommunikative und sozial engagierte Schule

Das Apostelgymnasium bleibt mit ca. 800 Schüler/innen eine überschaubare Schule, in der einerseits differenzierte Lernangebote möglich sind und andererseits eine transparente Kommunikationsstruktur gegeben ist, in der Toleranz und soziale Kompetenz wachsen können und eine gezielte und individuelle Beratung und Hilfestellung möglich sind.

Die Zusammenarbeit im Lehrerkollegium wird durch regelmäßige Pädagogische Tage, gemeinsame Fortbildungen und Studienfahrten gefördert. Lehrerkonferenzen werden mit dem Lehrerrat gemeinsam vorbereitet. Die Geschäftsverteilung wird dialogisch geregelt und in einem Geschäftsverteilungsplan (s. Anlage Geschäftsverteilungsplan) dokumentiert. Ein klar strukturiertes Informationssystem und eine aktuelle Homepage (http://www.apostelgymnasium.de) tragen zur angestrebten Transparenz schulischer Abläufe bei. Um den Informationsfluss innerhalb der Schule zu gewährleisten, erscheint etwa achtmal jährlich ein Eltern-Schüler-Lehrerbrief (Apostelinfo), der von der Schulleitung herausgegeben und an alle Schüler/innen zur Weitergabe an die Eltern verteilt wird. Er ermöglicht allen Gruppierungen an der Schule die Veröffentlichung laufender Informationen. Daneben besteht ein gegliedertes Informationssystem im Foyer unserer Schule. Auf einem Großmonitor im Foyer werden aktuelle Informationen (u. a. Vertretungsplan) angezeigt.

Um das Zusammenleben und das Wohlbefinden in der Schule zu ermöglichen, bedarf es fester Regeln, die in einer Hausordnung (s. Anlage Hausordnung), einem Schulvertrag (s. Anlage Schulvertrag) und einer Entschuldigungsregelung (s. Anlage Entschuldigung) zusammengefasst sind.

Die erzieherische Arbeit innerhalb und außerhalb des Unterrichts wird durch ein Sozialkonzept (s. Anlage Sozialkonzept) ergänzt, das eine altersadäquate systematische Stärkung der Sozialkompetenz unserer Schüler/innen zum Ziel hat.

Um unterrichtliche Konflikte aufzuarbeiten, steht ein Trainingsraum zur Verfügung, der von Lehrkräften betreut wird. Dort können die Schüler/innen ihr Verhalten reflektieren und gemeinsam mit dem Betreuungslehrer Verbesserungsstrategien entwickeln.

Das erwünschte soziale Engagement unserer Schule zeigt sich innerhalb der Schule in dem Einsatz von Schüler/innen für Schüler/innen (u. a. SV-Arbeit, Schulsanitätsdienst, Tutoren), und nach außen in verschiedenen sozialen Aktionen und unserer Hilfe für das Rosedale-Kinderheim in Simbabwe.

Unser Bemühen um den Schutz der Umwelt beginnt in unserer Schule. Es wird sichtbar u. a. durch unsere Photovoltaik-Anlage und unser Bemühen um ein sauberes und ansprechendes Gebäude sowie ein ansprechendes Lernumfeld.

Die Arbeit der Schülervertretung wird bei uns in hohem Maße gefördert, weil sie einen unverzichtbaren Beitrag zum Schulleben und zur Schulentwicklung leistet und zugleich ein wichtiges Einübungsfeld für gesellschaftliches und politisches Engagement ist. Neben den SV-Sitzungen finden regelmäßige Treffen zwischen den SV-Vertretern und der Schulleitung statt. Die Organisation der jährlichen Karnevalssitzung ist ebenso Anliegen der Schüler/innen wie die Organisation von Sportveranstaltungen und Schulpartys.

Der Dialog mit den Eltern ist für unsere Arbeit unverzichtbar. Neben der Gremienarbeit finden nach Bedarf Gesprächsabende zu aktuellen schulischen Themen statt. Die Elternschaft hat sich ihrerseits Ziele zur Unterstützung der unterrichtlichen Arbeit gesetzt, die sie in einem eigenen Beitrag zum Schulprogramm (s. Anlage Elternschaft) festgeschrieben hat.

Unsere Partner (u. a. Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds, Fa. Böttcher, Malteser Hilfsdienst, zahlreiche Sportvereine) stellen sich in unserem Foyer mit eigenen Schaukästen oder Vitrinen vor. In den Fluren und im Foyer sind wechselnde Ausstellungen mit Bildern aus dem Schulleben zu finden, die die Identifikation unserer Schüler/innen mit ihrer Schule stärken.

Die Schulleitung und die Lehrer/innen sind per E-Mail (nachname@apostelgymnasium.de) erreichbar. Sie bemühen sich, auch außerhalb ihrer Sprechstunden kurzfristig für Gespräche und Beratungen zur Verfügung zu stehen. Neben der üblichen Gremienarbeit und den obligatorischen Sprechtagen pflegen wir den Dialog zwischen Eltern, Schülern und Lehrern in Plattformgesprächen, die dem informellen Austausch und der Innovation unserer schulischen Arbeit dienen. Eltern und Schüler sind in eine Vielzahl fester Arbeitskreise und Gruppierungen eingebunden. Eine wichtige Aufgabe kommt dem Förderverein zu, der die pädagogische Arbeit unserer Schule finanziell, organisatorisch und ideell auf wirksame Weise unterstützt.

Gute Kontakte im Stadtviertel sind uns ein wichtiges Anliegen. So werden zu unseren regelmäßig stattfindenden Feiern, Konzerten und Theaterabenden neben der Schulgemeinde auch unsere Partner sowie die Leiterinnen und Leiter der benachbarten Schulen und Kirchengemeinden sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung, der politischen Parteien und Vereine eingeladen. Unsere Schule beteiligt sich an Ausstellungen und Stadtteilfesten.


IV. Schwerpunkte unserer inhaltlichen Arbeit

1.Vermittlung alter und moderner Sprachen

Die Vermittlung der alten und modernen Sprachen hat bei uns einen besonderen Stellenwert (s. Anlage Sprachenfolge).

Die Vermittlung guter Grundkenntnisse der lateinischen Sprache mit der Möglichkeit zum Erwerb des Latinums ist uns ein besonderes Anliegen. Wir sind der Ansicht, dass der Lateinunterricht in hervorragender Weise geeignet ist, sprachliche und gedankliche Strukturen zu erkennen und auszubilden. Somit trägt er dazu bei, die eigene Muttersprache leichter zu erlernen. Viele moderne Sprachen lassen sich in hohem Maße aus der lateinischen Sprache ableiten. Zudem führt ein moderner Lateinunterricht in die Denkweise der Antike ein und hilft, unsere Welt besser und tiefer zu verstehen. Im Lateinunterricht werden in hohem Maße Selbstdisziplin und Konzentrationsfähigkeit gefordert und damit auch gefördert. Mehr als jede andere Sprache verlangt das Lateinische ein genaues Hinsehen und Analysieren von Sprache und ist dadurch ein wichtiger Gegenpol zur schnelllebigen und oft nur oberflächlich wahrgenommenen Informationsflut heutiger Medien. Für viele Studiengänge wird das Latinum verlangt und es ist äußerst mühsam und zeitaufwendig, als Student die benötigten Lateinkenntnisse nachzuholen. Wir unterstützen Schüler/innen, die an den stadtweiten Altgriechisch- und Hebräischkursen teilnehmen.

Ein differenziertes Angebot an modernen Fremdsprachen ist uns in gleichem Maße wichtig. Neben Englisch und Latein bieten wir in der Sekundarstufe I im Rahmen des Differenzierungsunterrichts (ab Klasse 8) Französisch und Spanisch an. Besonders interessierte und leistungsstarke Schüler/innen werden durch Belegung eines Zusatzkurses auf die Prüfung zur Erlangung international anerkannter Diplome in Französisch (DELF, DALF) und in Spanisch (DELE) vorbereitet.

In der Oberstufe kann als neu einsetzende Fremdsprache Spanisch belegt werden.

Bei entsprechender Nachfrage richten wir für Schüler/innen ab Klasse 7 eine Arbeitsgemeinschaft im Fach Chinesisch ein.

Die Wiederbelebung von Schulpartnerschaften mit ausländischen Schulen wird angestrebt.

2. Musisch-künstlerische und religiös-philosophische Bildung

Ein großes Anliegen ist uns die musisch-künstlerische Bildung unserer Schüler/innen. Wir legen Wert darauf, den vorgesehenen Fachunterricht in Musik und Kunst abzudecken, wenn möglich zu erweitern und durch Arbeitsgemeinschaften zu ergänzen. Die Chor-, Orchester- und Theaterarbeit sowie eine Schülerband sind feste Bestandteile unserer schulischen Arbeit. Konzerte, Theaterabende, regelmäßig stattfindende Vorspielabende und Kunstausstellungen prägen unser Schulleben und geben den Schüler/innen die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Für Bereiche des plastischen Gestaltens steht ein neu eingerichteter Werkraum zur Verfügung. Ein Fotolabor sowie professionelle Computerarbeitsplätze machen neue Methoden der Bildherstellung und -bearbeitung möglich. Die personelle Anbindung zur Museumsschule und zum Museumsdienst Köln schaffen günstige Voraussetzungen für einen Unterricht im Museum. Ergebnisse des Kunstunterrichts werden im schulinternen Raum durch wechselnde Ausstellungen immer wieder neu präsentiert.

Der Religionsunterricht in seiner katholischen, evangelischen und jüdischen Ausprägung wird in allen Jahrgangsstufen im vorgesehenen Umfang erteilt. Religionsunterricht ist uns wichtig, da er die zentralen Fragen nach dem Sinn und Wert menschlichen Lebens thematisiert. Er wird begleitet von regelmäßig stattfindenden katholischen, evangelischen und ökumenischen Schulgottesdiensten und religiösen Freizeiten. Um auch die Schüler/innen, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, mit den unsere Gesellschaft tragenden Werten und deren Begründungen vertraut zu machen, belegen sie ab der Klasse 6 das Fach Praktische Philosophie bzw. in der Oberstufe einen Grundkurs in Philosophie.

3. Naturwissenschaften, Technik und moderne Datenverarbeitung

Die heutigen Schüler/innen wachsen in einer von den Naturwissenschaften und der Technik umfassend geprägten Welt auf. Daher bildet die Vermittlung einer soliden naturwissenschaftlich-technischen Bildung und Ausbildung einen weiteren Schwerpunkt unserer schulischen Arbeit. Dies zeigt sich auch in der Mittelstufendifferenzierung, wo ein Schwerpunkt auf den Naturwissenschaften liegt (Biologie/Chemie bzw. Technik/Physik).

Dank der finanziellen Unterstützung durch die Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds sind wir hervorragend mit Computern und technischen Geräten ausgestattet. Das Apostelgymnasium hat zwei Computerräume, ein Selbstlernzentrum für die Schüler/innen der Oberstufe, eine mobile Computereinheit sowie ein eigenes Intranet. Alle Klassen- und Kursräume sind mit dem Inter- und Intranet verbunden. Die Fachräume für Biologie, Chemie und Erdkunde verfügen über interaktive Tafeln.

Neben einem qualifizierten Fachunterricht in Biologie, Chemie und Physik bieten wir als einziges Kölner Gymnasium das Fach Technik an und erschließen unseren Schüler/innen so Erfahrungen und Einblicke in Berufsfelder, die eine große Bedeutung für die Zukunft haben.

4. Sportliche Förderung

Unsere Schule hat in der Vergangenheit viele sportliche Auszeichnungen auf Bundes-, Landes und Kreisebene erworben. Viele Schüler/innen engagieren sich in Sportvereinen (insbesondere Basketball, Fußball, Tennis und Hockey). An unserer Schule bestehen zahlreiche außerunterrichtliche Sportangebote (u. a. Basketball, Fußball, Hockey, Klettern, Skikompaktkurs). Mit unserer neuen Sport- und Spielhalle wollen wir als „Leitschule im Verbund Sportbetonte Schulen Köln“ das sportliche Angebot in Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen und dem Olympiastützpunkt Köln weiter ausbauen. Insbesondere die Partnerschaft mit namhaften Sportvereinen ist eine wichtige Grundlage unserer sportlichen Arbeit. Die räumliche Nähe zu den zentralen Sport- und Trainingsstätten der Stadt und die gute Verkehrsanbindung bieten optimale Voraussetzungen für unser schulisches Engagement und unser Zusammenwirken mit dem Sportinternat und Kölner Sportvereinen.


V. Fördern und Fordern durch besondere Angebote

Für uns ist es selbstverständlich, mit modernen und fachspezifischen Methoden die Unterrichtsinhalte zu vermitteln und Lernen in systematischer Progression zu ermöglichen. Dazu haben wir ein eigenes Methodenkonzept erarbeitet, das in die kompetenzorientierten Lehrpläne eingearbeitet wurde. Schüler/innen der Sekundarstufe I werden so auf die Anforderungen in der Oberstufe vorbereitet.

Wir streben an, dass alle Schülerinnen und Schüler optimal gefördert werden. Darum bieten wir neben differenzierten Lernaufgaben im Unterricht sowohl ergänzende kompensatorische Fördermaßnahmen als auch spezielle Förderangebote für besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler an. (s. Anlage Unterrichtsbegleitende Fördermaßnahmen).

Zahlreiche Arbeitsgemeinschaften (s. Anlage Arbeitsgemeinschaften) dienen der individuellen Förderung und Entfaltung unserer Schüler/innen. Werksbesichtigungen in der Klasse 8 und ein Betriebspraktikum in der Klasse 9 führen in die Arbeits- und Berufswelt ein. Es besteht eine Kooperationsvereinbarung mit der Fa. Böttcher, einer Firma, die weltweit Gummi- und Industriewalzen beschichtet und aufarbeitet. Diese Kooperation ermöglicht uns regelmäßige Werksbesichtigungen in der Klasse 8, die Bereitstellung von Praktikumsplätzen in der Klasse 9 und die Vermittlung kostenloser Auslandspraktika in aller Welt für ältere Schüler/innen.

Unser Fahrtenkonzept (s. Anlage Fahrtenkonzept) ergänzt die unterrichtliche und erzieherische Arbeit der Schule. Es beinhaltet Begegnungsfahrten, Wanderfahrten, Skikompaktkurse und Studienfahrten ins In- und Ausland, die im Unterricht sorgfältig vor- und nachbereitet werden.


VI. Die pädagogische und inhaltliche Arbeit in den einzelnen Stufen

1. Unsere Erprobungsstufe (Klassen 5 und 6)

Leitbildorientierung:
Die Erprobungsstufe hat die Aufgabe zu erproben, ob ein Kind für das Gymnasium geeignet ist. Bei der Aufnahme prüfen wir sorgfältig die Empfehlungen der Grundschulen. Um den einzelnen Kindern gerecht zu werden, pflegen wir einen engen Kontakt zu den Grundschulen. Neben regelmäßigen Besuchen und Hospitationen laden wir die Grundschullehrer/innen unserer Kinder zu Erprobungsstufenkonferenzen und Veranstaltungen in das Apostelgymnasium ein.

Unsere neuen Schüler/innen sollen sich am Apostelgymnasium wohl fühlen, denn dies ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Lernen. Vor den Sommerferien treffen wir uns mit unseren zukünftigen Schüler/innen zu einem Begrüßungsnachmittag, an dem sich die neuen Klassenlehrer/innen vorstellen. Eine Schulrallye macht die Kinder mit dem neuen Umfeld vertraut. Zudem stellen sich die Tutorinnen und Tutoren (Schülerinnen und Schüler aus der 10. Klasse) vor, die die Fünftklässler/innen in der Schule und bei ihrer ersten Klassenfahrt betreuen.

Bei der ersten Sitzung der neuen Klassenpflegschaft zu Beginn des Schuljahres erhalten die Eltern eine Zusammenstellung von Gedanken und Anregungen zur Unterstützung der pädagogischen Arbeit in der Erprobungsstufe (s. Anlage Unterstützung) mit Empfehlungen zur Meisterung des schulischen Alltags. Auf einem gesonderten Elternabend zum Thema „Das Lernen lernen – Wie Eltern ihre Kinder sinnvoll unterstützen können“ erhalten die Eltern der 5. Klassen einen Einblick in wichtige Lern- und Arbeitsformen der Kinder.

Um das soziale Verhalten der Kinder positiv zu beeinflussen, fahren unsere Schüler/innen der Klassen 5 vor oder nach den Herbstferien in eine Jugendherberge und nehmen an einem Training zur Förderung der Teamfähigkeit und des sozialen Miteinanders teil.

In einer wöchentlichen Orientierungsstunde erhalten die Kinder in den Klassen 5 gezielte Unterstützung in den Bereichen „Lernen lernen“, Vorbereitung von Klassenarbeiten, Konfliktlösung, Vorberitung von Aktivitäten und Festen u. a.

In Kooperation mit unserem Partner InVia bieten wir für die Schüler/innen der Klassen 5 und 6 ein Förderungs- und Betreuungsangebot über Mittag an: Nach einem Mittagessen in unserem Über-Mittag-Bereich und Spielen unter Anleitung auf dem Schulhof oder im Gebäude werden ein Silentium sowie zahlreiche Arbeitsgemeinschaften angeboten, die von Lehrer/innen und anderen pädagogischen Fachkräften geleitet werden. Auch werden Hilfestellungen bei den Hausaufgaben gegeben oder Lernanregungen vermittelt, die den Unterricht sinnvoll ergänzen.


2. Unsere Mittelstufe (Klassen 7 bis 9)

Pädagogische Schwerpunkte in der Mittelstufe sind Hilfen bei der Selbstfindung und zur Gestaltung des sozialen Miteinanders.

In den Jahrgangsstufen 8 und 9 nehmen die Schüler/innen im Rahmen der Möglichkeiten der Schule eine Schwerpunktsetzung vor. Unser Angebot umfasst wahlweise
  • eine dritte Fremdsprache, Französisch, Spanisch (und/oder Griechisch)
  • einen naturwissenschaftlichen Kurs mit der Fächerkombination Biologie/Chemie bzw. Physik/Technik.
Um den Schüler/innen frühzeitig einen Einblick in die Berufswelt zu ermöglichen, führen wir in der Jahrgangsstufe 9 ein dreiwöchiges Betriebspraktikum durch, das von den Fächern Sozialwissenschaften und Deutsch unterrichtlich vor- und nachbereitet und von allen in der Klassenstufe unterrichtenden Lehrer/innen begleitet wird. Die Suche nach geeigneten Plätzen soll nach Möglichkeit selbstständig durch die Schüler/innen erfolgen. Anhand einer Sammelmappe mit Firmenadressen, die Praktikumsplätze anbieten bzw. mit Praktikumsberichten können sich interessierte Schüler/innen informieren.

Mit der Firma Böttcher hat das Apostelgymnasium eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, die Schüler/innen der Mittelstufe die Möglichkeit einer Betriebsbesichtigung gibt, um Einblicke in die Arbeits- und Funktionsweise eines mittelständisches Unternehmens zu gewinnen, das Praktikum dort abzuleisten und eventuell später zu einem Auslandspraktikum entsandt zu werden.

Unser Sozialkonzept (vgl. Anlage Sozialkonzept) will dazu beitragen, die Sozialkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler zu stärken. Neben Trainingseinheiten in der Schule sollen an außerschulischen Lernorten Möglichkeiten des sozialen Engagements erfahrbar gemacht werden.

Maßnahmen zur Suchtprävention werden in der Mittelstufe besonders intensiv durchgeführt. So werden Suchtverhalten und die sich daraus ergebenden Folgen im Unterricht thematisiert und in außerunterrichtlichen Veranstaltungen erörtert. Zu den außerunterrichtlichen Veranstaltungen zählen Gespräche mit der Polizei, Schüler-Eltern-Lehrer-Gespräche (Plattform), Klassenpflegschaftssitzungen sowie schulische Informations- und Diskussionsabende mit Experten. Konkrete Verhaltensmaßnahmen im Umgang mit Delikten, die sich im Umfeld der Schule ereignen, werden allen Schüler/innen sowie den Eltern bekannt gemacht und erläutert (s. Anlage Suchtprävention).


3. Unsere Oberstufe (Jahrgangsstufen 10 bis 12)

Unter dem Leitbild unserer Schule – Zukunftsorientierung, Überschaubarkeit, Leistungsstärke und - vermitteln wir unseren Oberstufenschülern unterrichtlich und außerunterrichtlich eine solide, die individuellen Interessen und Begabungen fördernde Ausbildung und eine umfassende Bildung mit dem Ziel, Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung zu fördern. Analog zu unseren zentralen Leitvorstellungen bedeutet dies: umfassende gesellschaftliche und personale Handlungskompetenz, Leistungsbereitschaft, Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und kreatives Problemlösungsverhalten. Wir legen Wert auf kollegiale Zusammenarbeit und eine positive Lernatmosphäre untereinander und mit den Schülerinnen und Schülern, die von gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist.

Das Fächerprofil der Schule
Aufgabenfeld Fächer
sprachlich-literarisch-künstlerisch Deutsch, Englisch, Französisch, Latein, Spanisch, Kunst und Musik
gesellschaftswissenschaftlich Geographie, Geschichte und Sozialwissenschaften/Wirtschaft (auch in engl. Sprache)
mathematisch-naturwissenschaftlich Mathematik, Physik, Chemie und Biologie
Als einziges Kölner Gymnasium bieten wir zudem einen Grundkurs in Technik an, ein Fach, welches u. a. Grundlagen zur Elektronik, Programmierung und Steuerungstechnik sowie zur Versorgung mit elektrischer Energie einschließlich der Behandlung erneuerbarer Energien vermittelt.
außerhalb der Aufgabenfelder Katholische Religionslehre, Evangelische Religionslehre, Jüdische Religionslehre, Philosophie und Sport


Leistungskurse werden in der Regel in folgenden Fächern eingerichtet: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Kunst, Musik, Geographie, Geschichte, Sozialwissenschaften/Wirtschaft, Mathematik, Physik und Biologie. Bei entsprechender Nachfrage sind weitere Angebote – zum Teil in Kooperation mit der benachbarten Liebfrauenschule – möglich.

Um Lerninhalte verschiedener Fächer miteinander zu vernetzen, wissenschaftspropädeutische Arbeitsformen zu erproben und aktuelle Bezüge herzustellen, werden verschiedene Projektkurse eingerichtet.

Eine ausführliche Einführung in die gymnasiale Oberstufe und die Kurswahlen zur Jahrgangsstufe sowie individuelle Beratungen der Schülerinnen und Schüler sind obligatorisch und werden zu Beginn jedes Halbjahres durchgeführt.

Persönliche Gespräche zwischen den Lehrkräften, mit den Schülerinnen und Schülern und mit den Eltern werden durch die Kommunikation per E-Mail und über die Lernplattform Lo-net2.de ergänzt.

Da sich unsere Schule als eine lernende Organisation versteht, in der kontinuierlichen Verbesserungsprozesse die Arbeit bestimmen, werden der Unterricht, seine Ergebnisse sowie Organisationsformen in regelmäßig stattfindenden Oberstufenbesprechungen evaluiert.

Neben einem Fachunterricht auf hohem Qualitätsniveau bieten wir zahlreiche zusätzliche Fördermaßnahmen an:
  • Aufenthalte an ausländischen Schulen in der Einführungsphase
  • Kostenlose Auslandsferienpraktika durch Kooperation mit der Fa. Böttcher (Industriebetrieb)
  • Anleitung zur Gestaltung einer „besonderen Lernleistung“ in der Qualifikationsphase
  • Mitgestaltung von Projekttagen zu aktuellen Themen
  • Mitgestaltung und Teilnahme an speziellen Oberstufengottesdiensten
  • Religiöse Freizeiten
  • Mitarbeit in Chor und Orchester und Mitgestaltung von Konzerten
  • Besuch von Schauspiel- und Operndarbietungen mit Betreuung durch Fachlehrer
  • Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften
  • Begabten- und Hochbegabtenförderung
    - durch Vermittlung zu nationalen und internationalen Wettbewerben
    - durch Motivation zur Teilnahme an Vorlesungen und Übungen der Universität  Köln im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich
  • Berufsberatung in der Qualifikationsphase in Zusammenarbeit mit dem BIZ und verschiedenen Betrieben
  • Teilnahme an Einführungsveranstaltungen verschiedener Universitäten
  • Durchführung von Exkursionen mit wissenschaftsorientierten Auswertungen
  • Studienfahrt in der Qualifikationsphase unter fachwissenschaftlichen Aspekten


VII. Beratung, Fortbildung, Ausbildung und Weiterentwicklung

Die Beratung von Schüler/innen, Referendar/inn/en und Lehrer/inne/n sowie eine ständige Fortbildung der Lehrer/innen sind elementare Bestandteile der schulischen Arbeit.

Für die Beratung der Schüler/innen sowie deren Eltern stehen die Fachlehrer/innen und die Klassenlehrer/innen bzw. die Beratungslehrer/innen in der Oberstufe zur Verfügung. (s.Anlage: Konzept zur Berufs- und Studienwahlvorbereitung )

Daneben nehmen der Beratungslehrer für Suchtprävention sowie die SV-Lehrer/innen Beratungsaufgaben wahr.

Für die Beratung der Eltern unserer neuen Schüler/innen aus den Grundschulen stehen unsere Erprobungsstufenkoordinatorin sowie die Schulleitung bereits vor den Anmeldeterminen nach vorheriger Terminvereinbarung zur Verfügung. Zudem laden wir zum Tag der offenen Tür im Herbst und zu einem Informationsabend im Januar ein. Am Tag der offenen Tür können interessierte Eltern und Kinder am Unterricht teilnehmen.

Für Schülerinnen und Schüler, die zum Apostelgymnasium wechseln werden von der Schulleitung und den zuständigen Lehrkräften beraten.

Vor der Differenzierung in den Klassen 8 und 9 sowie vor und im Verlauf der Oberstufe finden für Schüler/innen und Eltern spezielle Informationsveranstaltungen statt.

Neben den Sprechstunden aller Lehrkräfte werden zweimal jährlich Elternsprechtage durchgeführt.

Der schulinterne Fortbildungsbedarf des Kollegiums wird in den Gremien der Schule (Fachkonferenzen, Lehrerrat, Lehrerkonferenz) ermittelt. Auf dieser Grundlage finden dreimal jährlich ganztägige schulinterne Fortbildungsveranstaltungen (Pädagogische Tage) statt. Ergänzend werden mindestens viermal jährlich Pädagogische Nachmittage durchgeführt. Die Teilnahme der Lehrkräfte an Fortbildungsveranstaltungen fremder Träger wird im Rahmen der schulischen Möglichkeiten unterstützt. Kollegiale Beratung und regelmäßige Personalgespräche zwischen der Schulleitung und den Lehrer/innen dienen der Reflexion und der Evaluation der beruflichen Arbeit.

Die Referendar/innen werden in einer eigenen Schulgruppe ausgebildet. Unterrichtsnachbesprechungen sowie weitere Beratungsgespräche dienen der Reflexion und Qualifizierung.


VIII. Unser Schulgebäude im Stadtteil Lindenthal – modern ausgestattet, mit Stil und unter Denkmalschutz

Die Lage der Schule zwischen der Dürener Str. als beliebter Einkaufsmeile und dem Park sowie die unmittelbare Nähe zur Universität werden in hohem Maße geschätzt. Das Apostelgymnasium ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Für Fahrräder steht ein großer Fahrradkeller zur Verfügung.

Unser denkmalgeschütztes Gebäude sowie ein neuer naturwissenschaftlicher Trakt bieten eine große Aula, moderne und gut ausgestattete Fach- und Unterrichtsräume. Zudem verfügen wir über zwei Sporthallen und eine Gymnastikhalle, die u. a. mit Kletterwänden ausgestattet sind, sowie über eine neu gestaltete Sport-Außenanlage.

Dank der Unterstützung des Fördervereins steht als Ergänzung zum Schulkiosk im Bereich der Aula eine Cafeteria als Aufenthaltsmöglichkeit für Schüler/innen zur Verfügung. Das Foyer unserer Schule dient der Kommunikation (Großmonitor, Stellwände, Vitrinen, Bilder aus dem Schulleben) und bietet verschiedene Serviceleistungen für unsere Schülerinnen und Schüler an. In unserer Schülerbücherei können in den Pausen Bücher ausgeliehen werden. Zudem steht für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ein Selbstlernzentrum mit Computerarbeitsplätzen und Nachschlagewerken zur Verfügung. Der begrünte Schulhof lädt mit seinen Bänken, Tischen und Tischtennisplatten zum Verweilen und Spielen ein. Der Innenhof mit Brunnen und zwölf Buchen bildet das Zentrum des Gebäudeensembles der Schule.


IX. Arbeitsschwerpunkte zur Schulentwicklung

Jedes Jahr werden nach Beratungen in den Gremien bis zu drei Arbeitsschwerpunkte festgelegt, die auf der Homepage eingesehen werden können.
(s. Anlage Arbeitsschwerpunkte)


X. Evaluation

Grundsätzlich ist jeder für die Evaluation seines Aufgabenbereichs verantwortlich. Die Gesamtverantwortung liegt beim Schulleiter.
Die Evaluation des Schulprogramms wird von der Steuergruppe geplant und in enger Absprache mit den jeweils verantwortlichen Lehrer/innen vorbereitet. Sie erfolgt sukzessiv mittels Fragebögen und Gesprächen sowie in Dienstbesprechungen und Konferenzen. Es ist geplant, in jeder Lehrerkonferenz und in jeder Schulkonferenz die Evaluation eines zentralen schulischen Arbeitsfeldes zu behandeln und entsprechende Schlussfolgerungen zu ziehen und bei der weiteren Arbeit zu berücksichtigen.
Im Jahr 2008 nahm unsere Schule erstmals an der international und national renommierten Selbstevaluation in Schulen (SEIS) teil. Die Ergebnisse dieser Erhebung dienen der Steuergruppe als Ausgangspunkt für die Bildung von Arbeitsschwerpunkten. Zudem lassen sich aus den obligatorischen Schulinspektionen durch die Bezirksregierung (Q4) Anregungen für die Fortschreibung der Schulentwicklung gewinnen.


XI. Kontakt

Städt. Apostelgymnasium
Biggestr. 2
50931 Köln
Tel.: 0221/406318-0
Fax: 0221/406318-28
E-Mail: e-post@apostelgymnasium.de


XII. Anlagen